Sahīh al-Bukhārī – Lesung und kurze Erklärung

Diese Vorträge stammen aus dem Jahr 2005. Sie wurden bis jetzt nie veröffentlicht. Dies hier ist also der erste Upload.

Eigentlich hatte ich nie vor, sie hochzuladen. Die Idee kam spontan, wegen der aktuellen Vorgänge in der Welt in Bezug auf verwerfliche und abzulehnende Darstellungen des Propheten und als Zeichen seiner Würdigung.

In den ersten Ahādīth des Sahīh-Werkes von al-Bukhārī werden auch Dinge über den Charakter des Propheten erwähnt. Deshalb schien es angemessen, diese Aufnahmen jetzt hochzuladen. Ich hätte derzeit auch nicht die Möglichkeit, neue Aufnahmen zu machen.

Diese Vorträge wurden vor 15 Jahren aufgenommen. Es wurden die Teile davon verwendet, die zum Upload taugen.

Es handelt sich lediglich um kurze Worte zu den Ahādīth, die zwischen den Tarāwīh-Gebeten gesagt wurden.

Somit sollte also klar sein, dass es sich nicht um ausführliche Erklärungen handelt. Das war wegen der allgemeinen Zuhörerschaft auch nicht anders beabsichtigt.

Außerdem sollte man bedenken, dass davor schon etwa ein halber Juz’ des Qur’an im Gebet gelesen wurde, was natürlich insgesamt eine gewisse Belastung für den Vortragenden war.

Diese Dinge wurden hier angemerkt, damit die Rahmenbedingungen besser verstanden werden und auch die Zielsetzung hinter diesen Vorträgen.

Die Zuhörer waren damals arabisch- und deutschsprachig. Deshalb gab es zuerst immer kurze arabische Anmerkungen zu den Ahādīth und danach eine kurz gefasste Übersetzung ins Deutsche.

Soweit ich gesehen habe, bestehen die Audios nur aus dem deutschen Teil. Vereinzelt wurde der arabische Teil offenbar in den Aufnahmen belassen, z.B. wenn ich etwas im Deutschen nicht erklärt hatte, weil es schon früher (vor dieser Vortragsreihe) erklärt wurde. Die Lesung des arabischen Textes der Hadīthe erfolgte im arabischen Teil, deshalb wurde im deutschen Teil nicht immer der ganze arabische Text verlesen.

 

Anmerkung

In diesen Vorträgen hatte ich die grundsätzliche Vorgehensweise, al-Bukhārī immer als Imām zu betiteln, und es ist aus meiner Sicht nach wie vor angemessen, al-Bukhārī so zu benennen, da er einer der bedeutendsten Imame der Sunnah war. Das bezieht sich ebenso auf die anderen erwähnten Gelehrten, wie z.B. die Verfasser der sechs Hadīth-Bücher (al-Kutubu s-sittah).

In einer anderen Anmerkung wurde aber erwähnt, dass die übermäßige Verwendung des Wortes Imām vermieden werden sollte. Die Benennung der bedeutenden Gelehrten der Salaf als Imame ist nichts Verwerfliches oder Verbotenes. Die Problematik besteht eher darin, dass der häufige Gebrauch bei den Zuhörern – vor allem wenn sie im Wissen am Anfang stehen – schnell die Annahme erzeugt, dass es im Din eine Notwendigkeit ist, z.B. al-Bukhārī als Imām zu bezeichnen. Das kann schließlich so weit gehen, dass Leute gerügt werden, wenn sie dem Namen nicht immer „Imām“ beifügen, was natürlich unsinnig ist.

Vor 15 Jahren hatte ich mir zu dieser Thematik keine Gedanken gemacht und das Wort deshalb häufig gebraucht, genauso wie man es überall gehört hatte und bis heute auch überall hört – in der Regel in sehr übertriebenem Maße und bei Personen, die diese Bezeichnung sicher nicht verdienen.

Deshalb sah ich es als angebracht an, hier darauf hinzuweisen, damit diese älteren Vorträge nicht ebenfalls die obengenannte falsche Annahme fördern. Wie gesagt geht es hier nicht um eine Tat, die grundsätzlich verboten wäre. Vielmehr geht es darum, einen möglichen Schaden (Mafsadah) zu vermeiden, der sich in weiterer Folge ergeben kann.

Wallahu a’lam.