Erstmalig veröffentlicht 05/2021 im Telegram-Kanal “Tauhīd & Sunnah” (Link)

Der Begriff „Politischer Islam“

Die Tendenz zur allgemeinen Überwachung von allem, was islamisch ist, wird in Österreich konsequent vorangetrieben. Muslime sollten darüber informiert sein und diese Entwicklung im Auge behalten, besonders wenn sie im deutschsprachigen Raum leben.

Es wird immer mehr überwacht und immer mehr Information über Muslime, islamische Einrichtungen usw. gesammelt. Solche Informationen können bekanntermaßen missbraucht und völlig verdreht werden, was auch am laufenden Band geschieht.

Ein Land, das diese merkwürdigen Entwicklungen auf die Spitze treibt und in kleingeistigem, jugendlichem Übermut immer den Vorreiter spielen will, ist Österreich.

Seit einiger Zeit wurde für die Gesinnungsverfolgung von Muslimen ein eigener Begriff geprägt: Politischer Islam.

Was das genau heißt, das kann keiner genau sagen. Es ist ein endlos dehnbarer Begriff, mit dem man eigentlich alles und jeden kriminalisieren kann, das oder der irgendwie islamisch ist.

Deshalb lehnen auch viele Nichtmuslime, darunter auch Universitätsprofessoren wie Rüdiger Lohlker, diesen Begriff als völlig untauglich ab.

Auch Vertreter verschiedener christlicher Kirchen betonen die Absurdität der Kriminalisierung dieses allgemeinen Ausdrucks und bekräftigen, selbst politische Christen zu sein.

Zu diesem Zweck wurde in Österreich vor kurzem die regierungsnahe „Dokumentationsstelle Politischer Islam“ eingesetzt – ein weiteres Projekt, mit dem die ÖVP in Österreich auf Stimmenfang geht, unter der Führung des von jugendlichem Leichtsinn geprägten Kanzlers Sebastian Kurz. …

 

Islam-Landkarte und Überwachung von Muslimen

Vor wenigen Tagen wurde nun die sogenannte Islam-Landkarte als jüngstes Projekt jener Dokumentationsstelle der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, was seitdem für vehemente Kritik von allen möglichen Seiten sorgt, von (euro)islamischen Vertretungen, Grünen, christlichen Einrichtungen bzw. Kirchen und anderen.

Im ORF-Artikel vom 28.05.2021 liest man dazu:

Allerdings äußerte der Rektor der Universität Wien, Heinz Engl, Probleme mit dem Projekt. Er distanzierte sich „insbesondere vom ‚Impressum‘, in dem zur Meldung von ‚Informationen zu einzelnen Vereinen oder Moscheen‘ aufgefordert wird“. Und weiter: „Da dort auch darauf hingewiesen wird, dass die Berichte und Informationen nicht für inhaltliche Positionen der Universität Wien stehen, habe ich die Verwendung des Logos der Universität Wien untersagt.“

Man bedenke also: Die übermütige und kurzsichtige österreichische Regierung ruft damit die eigene Bevölkerung zur Überwachung, Ausspähung und Bespitzelung von allen Muslimen und ihren Institutionen auf.

Die Behauptung, man wolle dadurch keinen Generalverdacht für Muslime erzeugen, haben schon diverse öffentlich wirksame Personen als lächerlich zurückgewiesen.

Zudem werden die Informationen wie gesagt der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, wobei alle möglichen Einrichtungen und Institutionen beschrieben und gekennzeichnet werden, die irgendetwas mit dem Islam zu tun haben.

Es ist schon unglaublich dämlich, so etwas zu präsentieren und gleichzeitig noch irgendeine Gleichbehandlung aller Teile der Gesellschaft vorzugeben. …

 

In den Hauptrollen: Ednan Aslan, Mouhanad Khorchide

Leiter des obengenannten Projekts zur Überwachung von Muslimen ist übrigens Ednan Aslan, der als Pädagoge – irgendwie – zum Universitätsprofessor und angeblichen Islamexperten emporgehoben wurde und im Grunde für jede Aktion dieser Art zur Stelle gepfiffen wird.

Die zweite führende Person bei diesem Projekt, die als angeblicher Islam-Experte fungiert, ist Mouhanad Khorchide, der in lächerlicher Weise von der deutschen akademischen Szene geradezu auf das Podest des „Euro-Islam“ gehoben wurde und zur Überwachung von allem Islamischen auch immer gerne herbeigezogen wird.

In einem Interview mit Khorchide mit der Zeitschrift heute..at steht über seine Einschätzung der österreichischen Politik Folgendes:

Für Österreich und die politischen Verantwortlichen hat Khorchide nur lobende Worte übrig: „Man muss wirklich sagen, dass Österreich sich der Gefahr des politischen Islam als erstes europäisches Land mit viel Mut gestellt hat. […]“

Nebenbei erwähnt, für jene, denen das nicht klar ist: Diese Person bekennt sich äußerlich zum Islam.

Die beiden genannten Personen, Aslan und Khorchide, führten schon früher Studien über Islam an Schulen und Kindergärten durch. Aslan machte schon früher (2017) mit seiner „Studie zu islamischen Kindergärten“ Schlagzeilen und wurde auch dafür von vielen Seiten vehement kritisiert.

Verteidigt wurde Aslan damals – wie könnte es auch anders sein – von Khorchide. 2019 wurde Aslan schließlich als Leiter des Instituts für Islamisch-Theologische Studien der Universität Wien abberufen.

Es sind natürlich durch und durch lächerliche und unehrliche Spiele, die da gespielt werden. Jeder Mensch mit einem Mindestmaß an Ehrlichkeit durchschaut das sofort.

Unser Ziel ist es, mit diesen Beiträgen hier auf solche Entwicklungen hinzuweisen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen.

Durch solche Schritte wie die Islam-Landkarte wird natürlich die Tendenz, die seit vielen Jahren schon anhält, nur immer klarer.

Wer sich nicht selbst betrügen will, der sollte sicher davon ausgehen, dass diese Entwicklung immer weiter in dieselbe Richtung gehen wird, und alle möglichen Denkweisen und Ausrichtungen, die irgendwas mit dem Islam zu tun haben, nach und nach kriminalisiert und verfolgt werden.

Dies, bis dann am Ende nur noch ein maßgeschneiderter „Vorzeige-Islam“ übrig bleibt, der alles Mögliche darstellt, nur eben nicht Islam – zu erlernen z.B. bei Mouhanad Khorchide und seinesgleichen.

Möge Allah uns und die Muslime im Allgemeinen vor diesen Machenschaften bewahren. Āmīn. …

 

Judentum-Landkarte?

Man stelle sich mal vor, welcher Aufschrei die österreichische Gesellschaft erschüttern würde, wenn die eigene Regierung derart mit den im Land lebenden Juden verfahren würde.

Schnell würden die Parallelen zur Nazi-Zeit aufgezeigt. Und wahrscheinlich müssten zumindest die Verantwortlichen innerhalb weniger Stunden ihren Rücktritt erklären. Das Medienecho würde man dann wohl in der ganzen Welt vernehmen und die Empörung wäre grenzenlos.

Nach den Muslimen hingegen kräht kein Hahn und nachdem man sie über Jahre zum politischen Freiwild geformt hat, kümmert es niemanden, wenn sie am eigenen Leib erleben, wie sich Geschichte wiederholt – obwohl die Menschen immer wieder das “Nie wieder!” beteuert haben.