Die Bienen und der Honig

Ein interessanter Artikel zum Honig: Link zum Artikel

Der Honig ist an sich schon eine Āyah, also ein Zeichen von Allahu ta‛ālā, auf welches Er im Qur’ān auch hinweist [Sure „Die Bienen“ / An-Nahl, 16: 68-69]:

وَأَوْحَى رَبُّكَ إِلَى النَّحْلِ أَنِ اتَّخِذِي مِنَ الْجِبَالِ بُيُوتًا وَمِنَ الشَّجَرِ وَمِمَّا يَعْرِشُونَ (68) ثُمَّ كُلِي مِنْ كُلِّ الثَّمَرَاتِ فَاسْلُكِي سُبُلَ رَبِّكِ ذُلُلًا يَخْرُجُ مِنْ بُطُونِهَا شَرَابٌ مُخْتَلِفٌ أَلْوَانُهُ فِيهِ شِفَاءٌ لِلنَّاسِ إِنَّ فِي ذَلِكَ لَآيَةً لِقَوْمٍ يَتَفَكَّرُونَ (69)

„Und dein Herr hat der Biene eingegeben: “Nimm dir in den Bergen Häuser, in den Bäumen und in dem, was sie an Spalieren errichten. * Hierauf iss von allen Früchten, ziehe auf den Wegen deines Herrn dahin, die (dir) geebnet sind.” Aus ihren Leibern kommt ein Getränk von unterschiedlichen Farben, in dem Heilung für die Menschen ist. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die nachdenken.“

Eine weitere Āyah ist, dass in dem Vers auch auf die Eigenschaften des Honigs als Heilmittel hingewiesen wird.

(Wie von vielen der Salaf beim Tafsīr dieser Āyah erwähnt wird, ist mit dem Damīr (Personalpronomen) an jener Stelle in der Āyah der Honig gemeint.)

Insofern ist der oben verlinkte Artikel interessant, in dem sich die nützlichen Eigenschaften bei Halsschmerzen und Ähnlichem in der Praxis weiter verdeutlicht haben.

Auch der zweite, ältere Artikel, auf den darin verwiesen wird, ist nicht uninteressant. Dabei geht es um die Eigenschaften des Honigs bei der Wundheilung.

Wenn wir solche Artikel verlinken, dann sind sie natürlich immer nur als Information zu verstehen. Es ist damit keinesfalls ausgesagt, dass wir alle erwähnten Ansichten oder Aussagen teilen.

Z.B. ist es für die meisten in sha Allah eine ziemlich klare Sache, dass sowohl der sog. Schulmedizin, wie auch der sog. Alternativmedizin sicher nicht unhinterfragt und blind gefolgt werden kann. Jeder Mensch mit Verstand sollte verstanden haben, dass von den Vertretern beider Seiten teilweise haarsträubend absurde Behauptungen kommen, aber das soll nicht unser Thema sein. Es ist nur ein Hinweis.

Auch für den erwähnten Artikel ist also zu sagen, dass es nicht um solche Aussagen geht und man nicht davon ausgehen sollte, dass wir sie uneingeschränkt teilen, nur weil wir auf einen Artikel hinweisen.

Dem verständigen Muslim entgeht auch sicher nicht, dass Forschung, Wissenschaft und Medizin in der heutigen Zeit oft eine unsinnige und übertriebene Verehrung zuteil wird. Besonders Atheisten freuen sich darüber, darin einen Ersatz für alles irgendwie Religiöse zu finden, wie sie glauben.

Schon diese beiden Artikel können auch als gutes Beispiel für die Begrenztheit der Wissenschaft dienen, denn viele Aussagen des älteren Artikels, könnten durch die neuen Aussagen – aus Sicht der Forschung selbst – schon wieder differenziert oder überholt sein.

Das bedeutet wiederum nicht, dass die gesamte Forschung an sich zu verwerfen oder unislamisch wäre. Eine solche Sicht wäre ziemlich absurd. Es ist bekannt, dass der Islam einen von Grund auf anderen Zugang zu diesen Dingen hat, als z.B. das mittelalterliche Christentum. Wenn man dabei also ein gesundes Maß einhält und nicht alles blind übernimmt, so sehen wir darin durchaus viel Positives.

Wir wollen uns darin nicht weiter vertiefen. Das Ziel war, darauf hinzuweisen, weil diese Informationen für die Muslime eine gewisse Relevanz haben.

Für Muslime muss ohnehin klar sein, dass der Honig ein äußerst wichtiges Heilmittel sein muss. Wenn Allah ihn im Qur’ān in dieser Form erwähnt hat, dann heißt dies sicher, dass Er ihm eine bedeutende heilende Wirkung für die Menschen eingegeben hat. والحمد لله رب العالمين.

… والله أعلم … und Allah weiß es am besten.

Erstmalig veröffentlicht 08/2020 im Telegram-Kanal “islam-info” (Link)