بسم الله الرحمن الرحيم

Seitenanzahl:200
Verfasser: Abu Hamzah Al-Afghani
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Jedem Menschen, der heute etwas über den Islam gehört hat, ist das Schiitentum ein Begriff. Schiiten stellen zahlenmäßig, unter den Leuten, die sich zum Islam zählen, eine Minderheit dar. Bei oberflächlicher Betrachtung scheinen sich die Meinungsunterschiede zwischen Schiiten und der restlichen Anhängerschaft des Islam, lediglich auf sekundäre und unerhebliche Differenzen in einigen rituellen Handlungen zu beschränken. Tatsächlich gehen diese Unterschiede jedoch viel weiter, als die meisten Menschen denken. In vielen essentiellen Grundfragen des Islam gibt es entscheidende Abweichungen, sodass nicht mehr einfach von legitimen Meinungsunterschieden und anerkannten Rechtsmeinungen gesprochen werden kann. Die Analyse dieser Grundfragen ist das Ziel der vorliegenden Arbeit. Durch die Untersuchung der schiitischen Quellen selbst wird deutlich, dass sich in diesen Grundfragen einige fundamentale Konflikte zum Qur’an und zu entscheidenden Prinzipien des Islam auftun. Dabei sollen vor allem die folgenden Schwerpunkte herausgearbeitet werden:
• Die Imam-Theorie: Grundlage des Schiitentums, aber trotzdem kein einziges Mal ausdrücklich im Qur’an erwähnt.
• Die Theorie der Verfälschung des Qur’an, welche im Grunde alle frühen Schiiten teilten.
• Die Behauptung der Abtrünnigkeit quasi aller Prophetengefährten (ra).
• Das Prinzip der Taqiyyah.